STARTSIGNAL

Hallo und allen Interessierten herzlich Willkommen am Start unserer Ausstellung Grenzfahrt …endlich drüben?

Was das genau ist, wer beteiligt ist und wann es los geht, erfahren Sie in loser Folge HIER. Wir werden Ihnen von den Vorbereitungen berichten, werden Stippvisite machen bei den einzelnen Stationen des Ausstellungsprojektes, Kommentare einstellen sowie Bilder zum aktuellen Stand zeigen und außerdem auf die Begleitveranstaltungen hinweisen. Kurz gesagt: Wir wollen Sie bereits jetzt einladen, sich nach unserem mobilen Museum umzuschauen und sich dann mit uns auf die Ausstellungsreise zu begeben.

MOBILE AUSSTELLUNG

Wir laden Sie also an verschiedenen Stationen inmitten der Stadt ein, sich umzuschauen und mitzumachen. Dazu haben wir ein Vehikel, das sich in rund 6 Wochen Ausstellungsdauer an sechs Standorten befinden wird: Den Wagen Herman.

Am 17. September 2014 um 18.00 Uhr eröffnet die Ausstellung ihren mobilen Ausstellungswagen vor dem Bahnhofsgebäude.

WAS ZEIGEN WIR UND WARUM?

„Die migrantische Seele Gießens darstellen“, nennen es die Gründerinnen des Vereins transit giessen, die diese Ausstellung konzipiert haben. Ihnen war aufgefallen, dass es zur historischen sowie zur aktuellen Zeitgeschichte in Gießen nach 1945, die untrennbar mit der Situation von Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern und deren Teilhabe an der Stadtentwicklung verknüpft ist, kaum Dokumentationen aus der Subjektperspektive gibt, das Thema Migration im Gießener Raum scheinbar nur wenig präsent ist.

„Wir wollen die Migrationsgeschichten vieler Menschen darstellen“, so das Anliegen von transit giessen, „und damit einen Teil der Gießener Geschichte selber beleuchten.“

Eine der Fluchtbewegungen nach Gießen ist die SBZ/DDR-Migration, das Thema der Ausstellung Grenzfahrt.

Mit der Ausstellung Grenzfahrt …endlich drüben?  will sich transit giessen eingehender mit dem Ort des Aufnahmelagers und den Erfahrungen von Menschen vor, während und nach ihrer Ankunft in Gießen beschäftigen.

Visum BRD

Endlich drüben…? mögen sich viele dieser Flüchtlinge aus der SBZ/DDR gedacht haben, die in den Baracken des Erstaufnahmelagers verstärkt ab 1949 für einen gewissen Zeitraum Quartier bezogen hatten.

Verschiedene Dienststellen befassten sich mit den Flüchtlingen, bevor sie an andere Orte in der Bundesrepublik weitergeleitet wurden. Wer in Gießen ankam, hatte sein altes Leben in der DDR verlassen und war mit Hoffnungen in die Bundesrepublik gekommen.

Was erinnern die Flüchtlinge heute an diesen Einschnitt in ihrem Leben?

Warum verließen sie die SBZ/DDR?

Wie haben sie die Tage im Notaufnahmelager Gießen erlebt?

Haben Sie selber solche Erfahrungen gemacht? Kennen Sie Menschen, denen es ähnlich ergangen ist oder wollen Sie sich einfach informieren, was diese Migranten erlebten?

Ihre Erfahrungen sind uns wichtig. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen eine differenzierte Sicht auf Vergangenes entdecken und so auch den Grundstock für ein Archiv der subjektiven Erfahrungen schaffen.

Uns interessieren die vielen kleinen Geschichten, die im Zusammenspiel mit anderen eine große Historie ergeben; sie sind der spannende Geschichtsstoff auf der Zeitreise durch einen Teil der Gießener Stadtgeschichte.

Steigen Sie zu, fahren Sie mit!

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